Grillfakten

In unseren Goldenen Grillregeln bringen wir es salopp auf den Punkt. Das kann aber nicht so stehen bleiben und wir wollen unsere Regeln und die dahinter stehenden Fakten hier einmal etwas genauer beleuchten.

Webergrill

Zu dem Ritual und Spaß an sich, das Grillgut bei sommerlichen Temperaturen im Freien zu garen, kommt eben auch ein ganz besonderes Aroma – welches nun mal umso intensiver ausfällt, wenn beim Grillen einige Tipps der Fachleute Berücksichtigung finden.

Aromahölzer geben dem Grillgut besondere Note

Dass ein Elektro- oder Gasgrill sauberer und einfacher zu bedienen ist als jener, der durch klassische Holzkohle befeuert wird, ist bekannt. Nur leider entsteht dabei auch nicht das typische Aroma, welches das Grillen eigentlich ausmacht. Auch bei der Wahl der Holzkohle sollte auf eine hohe Qualität geachtet werden. Die ist nicht zwangsläufig vom Preis abhängig, lässt sich aber an der Farbe erkennen: Gleichmäßig tiefschwarz sollte die Kohle sein, ein höherer Preis wird durch die längere Brenndauer schnell wieder ausgeglichen. Demnächst testen wir hier für Euch zwei exotische Kohlesorten, das Unboxing konntet Ihr hier ja schon nachlesen. Für den richtigen Geschmack sind zudem sogenannte Aromahölzer wichtig: Ihre Note macht sich so deutlich bemerkbar, dass Grillprofis schon einmal vom „unsichtbaren Gewürz“ sprechen. Besonders das Holz von Obst- und Nussbäumen eignet sich zu diesem Zweck. Solche Aromahölzer lassen sich bei einem entsprechenden Grillfachhandel erstehen.

Fleisch selbst marinieren

Typisch für das Grillfleisch ist auch eine reichhaltige Marinade – nur bitte kein Fertigprodukt: Verbraucherschützer raten dazu, vom Kauf fertig marinierter Fleischstücke abzusehen. Denn unter der Marinade lässt sich leicht minderwertiges Fleisch verstecken, welches der Kunde normalerweise in der Kühltruhe liegen lassen würde. Fleisch selbst zu marinieren ist kein Aufwand und einfach. Demnächst testen wir hier für Euch die Low & Slow Marinaden von HotMamas. Natürlich kann man sich seine Marinade auch einfach und schnell selbst herstellen. Bei einer selbstgemachten Marinade sind zudem auch die Zutaten bekannt, die natürlich auch auf den eigenen Geschmack abgestimmt werden können. Möchte man es bedauerlicherweise dennoch etwas gesünder haben, sollte ein Überschuss an Marinade mit einem Küchentuch aufgefangen werden. Denn tropft sie beim Grillen in die heiße Kohle, entsteht ungesunder Rauch, der aber zu äußerst leckeren Aromen führt. 😉 Über das richtige Salzen gibt es zudem den Mythos, dass es erst nach dem Grillen erfolgen sollte, um das Fleisch nicht auszutrocknen. Tatsächlich ist das aber kein Problem – im Gegenteil: Gesalzenes Fleisch entwickelt beim Grillen eine schöne Kruste. Bei dem Produkt selbst sollte auf ein hochwertiges Meersalz geachtet werden.

Besser Grillzange als Grillgabel verwenden

Um das Fleisch nicht austrocknen zu lassen, ist die richtige Behandlung weitaus entscheidender: Statt einer Grillgabel sollte eine Grillzange genutzt werden. Durch das Einstechen in die Kruste läuft sonst der Fleischsaft aus – und dann wird das Grillgut in der Tat trocken. Aus demselben Grund sollte das Fleisch nicht pausenlos gewendet werden: Profis drehen ein Stück Fleisch nur einmal, damit sich eine schöne Kruste bildet, welches auch den Austritt von Fleischsaft verhindert.

Noch ein paar Tipps zum Grillanzünden

  • Eierkartons
    Anstatt die Verpackung von Eiern weg zu schmeißen, kann man sie auch noch sinnvoll einsetzen. Einfach einen Turm aus ca. 3-4 Kartons bauen, mit Salatöl übergießen und anzünden – fertig
  • Handbrenner
    Kleine Grillbriketts verwenden und diese mit einem Handbrenner (10-20 €) anzünden. Verteilt man die Briketts dann gleichmäßig auf der Holzkohle, fängt der Grill schnell an zu glühen
  • Heißluftföhn
    Durch die 500 °C lassen sich auch die kältesten Kohlen in 2-3 Minuten aufhitzen. Vor allem für Spontan-Grillen eine gute Idee, da der Grill innerhalb von 10 Minuten die perfekte Temperatur hat.
  • Grillanzünder
    Der Klassiker. Mittlerweile gibt es den Grillanzünder auch in unterschiedlichsten Formen (wer schon immer mal „Kohle“ verbrennen wollte, sollte hier schauen). Dabei aber auch an den flüssigen Grillanzünder denken und ein paar Minuten warte, bis dieser richtig in die Kohle eingedrungen ist.

Fazit: Mühe lohnt sich

Der klassische Holzkohlegrill macht mehr Arbeit als die elektronische Variante; selbst mariniertes Fleisch ist der Qualität des Fertigprodukts überlegen – trotzdem sollte hier nicht nach Bequemlichkeitsaspekten entschieden werden. Denn die höhere Qualität macht sich später im Geschmack bemerkbar. Vor allem der Einsatz von Grillkohle sorgt für ein unvergleichliches Aroma. Mit der richtigen Technik bleibt das Grillgut schön saftig und entwickelt trotzdem eine schöne Kruste.

Autor: Roi

Grillen darf nicht gesund sein!

2 Gedanken zu „Grillfakten“

  1. Roi, Roi, Roi

    „Möchte man es etwas gesünder haben“

    was ist denn da los? Gut, dass Du die Anleitung, wie man es richtig macht, direkt im nächsten Satz lieferst:

    „Denn tropft sie beim Grillen in die heiße Kohle, entsteht ungesunder Rauch.“

    Und das ist ja schließlich das Ziel! Denn: Grillen darf nicht gesund sein!

    1. Ups, da habe ich mich wohl zu undeutlich ausgedrückt. Danke für den ungesunden Hinweis! 😉 Habe den Beitrag eben um wenige, aber gewichtige Worte erweitert. 😀

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